Davos-Galtür
Lange ist es her, seit Emil mit seinen Hunden während des Projekts Grischa Cross sich aufmachte, die Silvretta zu überqueren. Im vergangenen Frühling startete er mit drei befreundeten Mushern eine erneute Tour Richtung Piz Buin.
Mein rechter Fuss drücke ich so gut es geht auf die dem Bergbach nähere Schlittenkufe, mit der Linken versuche ich die Skispur der vor Tagen an dieser schräg abfallenden Stelle aufgestiegenen Tourengeher nicht zu verlieren und so das unabdingbare Abrutschen in das in der Sonne glitzernde und sicherlich eiskalte Frühlingsnass zu verhindern.
Einige Meter unter mir sprudelt das glasklare Wasser unter den letzten Zeugen vergangener Lawinenabgänge hervor. Das mit Sauerstoff angereicherte Wasser, die in diesen Morgenstunden kristallene Schneeoberfläche verziert durch unzählige Gesteinsbrocken und der stahlblaue Himmel wiederspiegeln den lange ersehnten Starttag.
Gerhard hat mit seinem sechköpfigen Hundeteam diese schwierige Stelle bereits hinter sich gebracht. Wenn mein Schlitten jetzt abrutscht oder meine Hunde auf dem hartgefrohrenen Altschnee den Halt verlieren, stürze ich mit allem was ich für die kommenden Tage im Schlittensack eingepackt habe in das frühzeitige Ende des ersten Tages, dann werde ich wie ein Anker eines Schiffes meine eingespannten Rennfanatiker ebenfalls in das kalte Schmelzwasser mitreissen.
Wenn ich mir das so überlege, möchte ich das nicht, heute ist Ostersonntag, der Erste von drei Tagen, an denen wir mit unseren Schlittenhunden die Überquerung von Davos ins benachbarte Galtür in Österreich geplant haben.
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Sleddogteam Hannes Kronbach